Cornelia Reithmeier im Interview

Shownotes

Cornelia Reithmeier will neue Landrätin im Heidekreis werden. Im Interview mit WZ-Redakteurin Märit Heuer erzählt sie mehr zu ihren Beweggründen.

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00:00:03: Am dreizehnten September finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt.

00:00:07: Auch um Heidekreis wird gewählt, es geht um das Landratsamt und um das Bürgermeisteramt in den Städten Walz-Rode und Bad Falling-Bostel sowie in den samtgemeinden Schwarmstädte Alen & Rethem.

00:00:17: Die Walz Roder Zeitung hat dazu alle dreizehn Kandidatinnen und Kandidaten zum Interview eingeladen.

00:00:22: In dieser Folge zu Gast Cornelia Reitmeier, partei-lose Landratskandidatin im Gespräch mit WZ.

00:00:27: Redakteurin Meret Heuer.

00:00:33: Herzlich Willkommen bei uns bei der Walz roder Zeitung.

00:00:35: Moin!

00:00:36: Moin!

00:00:37: Sie sind ja nicht erst in ihrer Funktion als Kreisräte ein bekanntes Gesicht im Heidekreis, sondern schon in vielen Tätigkeitsfeldern unterwegs gewesen.

00:00:44: Es gibt aber vielleicht noch ein paar Leute die sie noch nicht kennen.

00:00:46: deshalb wollte ich ihnen einmal forty-fünf Sekunden geben um sich denen nochmal vorzustellen.

00:00:50: Alles klar danke Frau Heuer.

00:00:52: Ja, mein Name ist Conny Jareitmeier.

00:00:54: Ich bin jetzt Kreisrätin also Teil der Verwaltungsleitung im Heidekreis und ich möchte ihre neue Landtretin werden und tatsächlich sogar die erste Landtrettin für den Heidekreis denn ich bin die erste Frau, die überhaupt zur Wahl antritt.

00:01:07: Was bringe ich mit?

00:01:08: Frau Heuer deutete schon gerade an man kennt mich aus verschiedenen Funktionen.

00:01:11: Ich habe also verschiedene Stellen in der Kreisverwaltung inne gehabt aber auch eine berufliche Vergangenheit außerhalb des öffentlichen Dienstes, was ich durchaus wichtig finde.

00:01:21: Ich bringe also Erfahrungswissen mit für die Verwaltungsarbeit, ich bringe Erfahrung im Fördergelder-Aquirieren, ich bringe Führungserfahrungen mit jahrelang auch für ein komplettes Dezernat – einige hundert Mitarbeitende und ich lebe selbst im Heidekreis und tue das gerne hier!

00:01:40: Vielen lieben

00:01:41: Dank, wunderbar!

00:01:42: Wir starten mit so'n paar lockeren Entwederoderdingern rein.

00:01:45: Kennen Sie vielleicht dieses This Or

00:01:46: That?

00:01:46: Yes.

00:01:47: Alles klar, dann jetzt gerne für einen Begriff entscheiden!

00:01:50: Print oder ePaper?

00:01:52: E-Paper.

00:01:53: Telefonieren oder schreiben?

00:01:56: It depends.

00:01:58: Akkurate Ordnung oder kreatives Chaos?

00:02:00: Kreatives chaos.

00:02:02: Workout oder Wellness?

00:02:04: Work out.

00:02:05: Große Visionen oder konkrete nächste Schritte?

00:02:08: Oh eher sowohl als auch...

00:02:09: Das habe ich auch schon gehört hier genau.

00:02:11: Schnelle Satzanfänger haben wir da noch.

00:02:13: Ich würde einen Anfangseinsatz und Sie beenden den gerne.

00:02:16: Okay

00:02:17: Und zwar eine gute Landtretin muss vor allem ...

00:02:21: Netzwerken, Menschen zusammenbringen, Ideen zusammenbringen und nach vorne schauen.

00:02:25: Mein Lieblingsort in der Region ist... Das ist schwierig!

00:02:31: Also ich wohne ja jetzt im Bierde und da bin ich schon wirklich gerne am Bierder See aber es gibt auch viele andere schöne Orte.

00:02:38: also ich laufe gern überhaupt im Wald mag aber auch die Heidelandschaften.

00:02:45: Dorfmarkerin gehört tatsächlich auch der von Notzback dazu.

00:02:50: Der Heidekreis wird unterschätzt, wenn es darum geht?

00:02:55: Was wir alles können und wie innovativ wir doch sind was für innovative Arbeitgeber wir haben und wie stark hier auch Gemeinschaft noch gelebt wird.

00:03:03: Ich kann mich richtig ärgern über

00:03:08: Gespräche und Arbeitskreise wo's nicht darum geht Lösungen zu finden sondern bewundern gemeinsam das Und das dann womöglich noch in der X-ten Schleife.

00:03:20: Die Menschen im Heidekreis wissen über mich noch nicht, dass...

00:03:23: Das ist eine berechtigte Frage!

00:03:25: Was wissen sie über mich nicht?

00:03:27: Hm, das weiß ich nicht.

00:03:29: Ich bin Mutter von vier Kindern und die sind alle hier im Heidekreis geboren.

00:03:32: Ich habe drei abgeschlossene Studiengänge.

00:03:34: Das wissen vielleicht gar nicht alle.

00:03:36: Ich hab auch drei abgeschlossenen IHK Ausbildungen.

00:03:38: Vielleicht wissen das auch nicht alle.

00:03:39: also ich habe einen relativ bunten Lebenslauf und lebenslanges Lernen war mir immer wichtig

00:03:43: oder ist

00:03:45: Ja.

00:03:46: Als Ihre Kandidatur bekannt gegeben haben, haben Sie uns mal im WZ-Gespräch gesagt, man muss mich nicht erst einarbeiten.

00:03:53: Sie setzen sich dann auf den Stuhl von Jens Grote und legen direkt los?

00:03:56: Ist das so einfach?

00:04:00: Ob es so einfach ist, steht mir auf dem anderen Blatt.

00:04:02: Ich würde auch meinen jetzigen Job nicht als einfach bezeichnen aber ich bin ja Teil der Verwaltungsleitung und insofern auch in Vertretung für Herrn Grote tätig und weiß dadurch natürlich über eigentlich... Ja, alle Problemfelder im Heidekreis Bescheid.

00:04:17: Wir haben einmal in der Woche Leitungsrunde wo wir uns zu allen aktuellen Themen austauschen und ich kenne natürlich auch unsere Netzwerkpartner und die Region.

00:04:24: Ich kenn vor allem auch die Kreisverwaltung also quasi den Maschinenraum des Ganzen Denn ein Chef oder einen Landrat eine Landritin kann ja alleine relativ wenig bewegen so tragisch das auch sein mag.

00:04:40: man braucht ja ein Team das mitzieht.

00:04:42: Und da ich nun Seit zwanzig Jahren in der Kreisverwaltung tätig bin, habe ich einen großen Stützerkreis.

00:04:47: Ich weiß was wir können und ich weiß aber auch wo unsere Grenzen sind.

00:04:50: Ich weiss auch was möglich ist, wo Dynamik ist oder wo es vielleicht auch schwieriger ist.

00:04:54: also ja!

00:04:56: Ich kann einfach weitermachen.

00:04:58: Andres Szenario sollten Sie nicht gewählt werden?

00:05:00: Würden sie dann weiter kreistretend bleiben?

00:05:02: Ja, ich bin auch für vier Jahre noch gewählt und ich hoffe auch darauf darüber hinaus bleiben zu können sollte das denn der Fall sein.

00:05:09: aber warum sollte man mich nicht wählen?

00:05:11: Ja, es gibt ja auch immer wieder Stimmen.

00:05:13: Die sagen die Mitarbeiterzahl in der Kreisverwaltung ist in den letzten Jahren in vielen Bereichen deutlich angestiegen.

00:05:18: Jetzt sind wir bei achthundertfünfzig

00:05:20: Roundabout?

00:05:20: Achthundertsiebzig, ja.

00:05:21: Ach

00:05:21: schon!

00:05:22: Woran liegt das?

00:05:23: und müsste es angesichts dieser doch sehr angespannten Haushaltslage nicht eigentlich eine Trendumkehr geben?

00:05:29: Die Trendumcare wäre tatsächlich wünschenswert.

00:05:32: also nicht nur aufgrund der Haushalts Lage sondern wir platzen auch in den Büroräumen aus allen Nähten.

00:05:37: Also bei uns... hat nicht mehr jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz.

00:05:40: Ich im Übrigen auch keinen, also insofern hätte ich ja dann mal einen eigenen Schreibtisch.

00:05:45: Das wäre ja schon was!

00:05:46: Nein aber wir haben ja kein Personalaufwuchs weil wir so gerne neue Mitarbeitenden einstellen sondern weil es eben immer wieder neue Aufgaben gibt.

00:05:56: und die Frage ist wie kommt man zu dieser Trendumkehr?

00:05:58: Wie kriegt man das hin?

00:06:00: Wir schauen im Moment was können wir auch über künstliche Intelligenz Robotik lösen?

00:06:04: wo können wir Sachbearbeitung entlasten unterstützen?

00:06:07: Ja, Kfz-Zulassung ist da ja ein ewig brisantes Thema.

00:06:11: Da kann man sich ja zurecht fragen... ...ist das wirklich so noch zeitgemäß im Jahr, in dem Jahr für die Zulassungsstelle?

00:06:18: Fährt das würden wir uns auch anders wünschen.

00:06:21: also es braucht eine Trendumkehr aus ganz verschiedenen Gründen.

00:06:25: nur das setzt auch voraus dass wir die Aufgaben anders... bewältigen.

00:06:28: Im Moment sieht es ja eher so aus, dass von Bund und Land weitere Aufgaben auf uns übertragen werden.

00:06:33: jetzt gerade durch die Pflegeruform ist nochmal die Pflegeberatung, die künftig komplett aus den Verwaltungen heraus übernommen werden soll.

00:06:39: Ja, und wenn man die Stellen eben dann bei zum Beispiel Rotes Kreuzkrankenkassen einspart und die liegen dann bei uns.

00:06:45: Dann brauche ich natürlich auch die Manpower, die diese Pflegeberatungsleistungen erbringen können.

00:06:50: Einsparen ist das Thema für das nächste Zitat, dass Sie doch mitgebracht haben.

00:06:53: Es ist der falsche Weg investiv zu sparen, haben sie auch mal im WZ Gespräch gesagt.

00:06:58: Wie kann man denn einen Gegenentwurf dazu schaffen?

00:07:00: Wenn kaum finanzieller Spielraum da ist spielt die Kreisumlage vielleicht auch irgendwann eine Rolle.

00:07:05: Die Kreisumlage spielt ja nun aktuelle Rolle und wir werden in den nächsten Jahren auch noch etwas steigen.

00:07:11: Das ist im Einvernehmen mit den Kommunen so besprochen worden und beschlossen worden, im Zusammenhang mit der Kita-Vereinbarung da.

00:07:19: aber das ging nicht um Investmittel.

00:07:21: wenn wir auf Investmitteln schauen müssen Besser werden Fördergelder zu akquirieren.

00:07:25: Das habe ich auch schon gesagt, aber nicht zu investieren.

00:07:28: also bei uns geht es ja in Investitionen vor allem auch um Schulbauprojekte Straßen also wirklich infrastrukturelle Dinge und wenn wir dort nicht investieren werden die Folgekosten im Zweifeljahr nur höher.

00:07:40: daher wäre das der absolut falsche Sparansatz weil uns das quasi als Boomerung Boomerang einholt.

00:07:47: Ich hab so ein bisschen das Gefühl, das habe ich auch den anderen Kandidierinnen schon gesagt.

00:07:51: Dass bei der Landratskandidatur so'n bisschen heile Weltwahlkampf ist weil sie sich in vielen Dingen auch recht einig sind und Sie vertreten ähnliche Werte was ja gut ist.

00:07:58: erstmal Und gehen Respekt vormiteinander um?

00:08:01: Ich hab jetzt noch keine großen Streit-Themen ausmachen können.

00:08:04: Was is denn Ihr Alleinstellungsmerkmal?

00:08:07: Vielleicht die Erfahrung mit der ich komme Die Tatsache dass ich überhaupt Auch wenn nicht des Geschlechts wegen gewählt werden sollte aber als erste Frau kandidiere Aber dich dran.

00:08:17: Ich weiß die Entscheidungen wie die Entscheidung in der Verwaltung laufen, ich weiß aber auch wie es gilt politische Entscheidungen vorzubereiten und umzusetzen denn das ist ja unser täglich Arbeit.

00:08:27: wenn ich auf die Themen schaue dann glaube ich gucke ich nochmal anders strategisch auf Sozialdaten demografische geospezifische Daten hier bei uns im Heidekreis.

00:08:39: also ich würde mir auch einen Das Sport Wünschen, bei dem wir sehen wie entwickelt sich hier eigentlich Bevölkerung.

00:08:45: Ich glaube dass wir auch über gesellschaftliche Transformationen sprechen müssen also wirklich müssen weil Gesellschaft sich verändert und das macht was mit all unseren Arbeitsbereichen und mit unseren Lebenswirklichkeiten ob das das Vereinsleben ist dies kulturelle ober eben auch die arbeitskräfte Situation im Moment ja vor der gründlich der Arbeitskräftemangel Und das ist vielleicht einfach noch mal eine andere Blickrichtung.

00:09:08: Ich bin eben nicht Vorjuristin, ich habe zwar Verwaltungsrecht studiert aber bin ansonsten sozial wissenschaftlich ausgerichtet und geprägt.

00:09:15: Das ist ein anderer Blick.

00:09:17: Sind Sie in kleiner Zahlen nirrt?

00:09:18: Das klingt so ein bisschen... Jetzt hast

00:09:19: du ihn auch gerne draufgucken!

00:09:21: Nein.

00:09:21: Ja, ich bin kein Zahlennirt, aber ich bin ein Freund davon.

00:09:26: Führen mit Fakten also Nicht-mit-Bauchgefühl.

00:09:28: Manchmal wirken Probleme sehr groß weil an manchen Stellen sehr laut Stimmen erhoben werden, ist auch eine Frage von Lobbyarbeit und an anderer Stelle übersehen wir.

00:09:38: Denn wenn Stimmen laut werden dann ist das Kind ja immer schon im Grunde.

00:09:41: Damit wir aber strategisch agieren können müssen wir eigentlich eine Idee haben.

00:09:44: was kommt auf uns zu?

00:09:46: wo stehen wir in fünf Jahren?

00:09:47: Und das merke ich ja nicht anhand der lauten Stimmen sondern dann eben doch wenn man mal auf Zahlen guckt und das Schöne ist ja dass es auch Menschen gibt die einem die Zahlen schon fertig in Diagrammen aufbereitet also visuell attraktiv darbieten Und dann kann man sich vor Läufer anschauen.

00:10:02: Ja, dann macht es auch mehr Spaß!

00:10:05: Aber ich finde dass man auf jeden Fall Grundlagen braucht.

00:10:08: Fundierte Grundlagen sachlich Orientierte und das Konfliktgeschehen wird weiter zunehmen.

00:10:13: die Haushaltslage haben sie auch angesprochen Dann wird Priorisierung ja immer umso wichtiger.

00:10:18: und wenn wir nicht anhand von Fakten und Überblickstaten priorisieren, dann sind wir beim Bauchgefühl.

00:10:25: Bauch gefühlt ist gut Ich find auch Intuitionen gut aber es sollte nicht das alleinige Merkmal sein, an dem wir agieren.

00:10:31: Sie und Jens Grote haben ja, sobald ich das von einem sehr gut zusammengearbeitet.

00:10:34: Und was würden sie dann aber trotzdem vielleicht anders machen als

00:10:37: er?

00:10:40: Ich glaube dass wir sowieso schon unterschiedliche Stile haben.

00:10:44: Herr Grote zitierte mich mal und sagt es ist eine Frau mit Herz und noch mehr Verstand und sagte mal Frau Reibmeier ist die Mutter der Kreisverwaltung dieses unterschiedliche Dinge im Blick haben.

00:10:57: Ich bin auch psychologisch, organisationspsychologisch ausgebildet.

00:11:01: Das ist nochmal ein anderer Fokus.

00:11:02: darauf würde ich jetzt auch mit diesen Datenanalysen anders gucken strategisch.

00:11:09: Ergrute ist auch sehr, sehr Netzwerk orientiert und sehr konsensorientiert.

00:11:13: da unterscheiden wir uns glaube ich nicht.

00:11:16: aber in den Fokusthemen klar.

00:11:18: Ich komme jetzt aus dem Sozialdezernat.

00:11:21: Da trage ich noch mal eine andere Brille für gesellschaftliche Wirklichkeit.

00:11:25: Sie bringen ja auch gut zwanzig Jahre Verwaltungstätigkeit jetzt mit, was war denn da die schwierigste Phase in ihrer Dienstzeit und was haben sie daraus

00:11:32: gelernt?

00:11:35: Die schwierigste phase war als ich das Jugendamt übernahm.

00:11:39: es war ja so dass ich eigentlich... Insofern bin ich ja gar nicht gemacht für Sozialdezernenten oder eigentlich Arbeitswissenschaftlerin Das war für die Leitung des Hauptamtes heißt ist der Fachbereich Service und Finanzen wunderbar Da geht es um Personal, um IT, um Justizieriat Solche Dinge.

00:11:55: Und dafür war ich perfekt ausgebildet, hatte das Studiert alles wunderbar.

00:11:59: und dann übernahm ich ja.

00:12:00: aber am Ende für zweieinhalb Jahre Kommissarisch des Jugendamts und zwar letztendlich zusätzlich.

00:12:06: Ich war ja weiterhin in meinem Hauptamtsjob, dass man dazu wissen muss wir haben gut eighthundertseptig Mitarbeitende sagten wir bereits aber dann eben auch Ja, weit über hundertfünfzig Stellen Besetzungsverfahren innerhalb so eines Jahres und jedes davon gibt auch die Hauptamtsleitung frei.

00:12:22: Da guckt man also immer drauf.

00:12:24: Man ist nicht in der Lage dann zu sagen okay ich leite jetzt das Jugendamt, ich habe dafür keine Zeit mehr.

00:12:28: Also muss es irgendwie parallel laufen?

00:12:30: Wenn man aber Personalchefin ist und jetzt auf einmal des Jugendamts leitet... In einer Situation da täte ich fünf neue Führungskräfte von insgesamt neun, die irgendwie auch zu mir schauten, Einerbeitungen von mir wünschen.

00:12:43: Als Arbeitswissenschaftlerin ist man jetzt nicht wirklich ausgebildet für Kinderschutz.

00:12:50: Dann hat man erst mal nur das Bauchgefühl, klar ich bin auch selbst Mutter aber viel mehr hatte ich ja nicht.

00:12:55: Aber man hat mitarbeitende Vorsicht und das sind in dem Fachbereich immerhin hundertvierzig die ein erstmal auch ganz gewaltig skeptisch angucken.

00:13:02: also ah kannst du das eigentlich fachlich?

00:13:05: Wieso bist du uns jetzt vorgesetzt?

00:13:09: B. Du bist die direkte Personalschefin, wer möchte denn die direkte Personalschiffin auf einmal als Vorgesetzter haben?

00:13:14: Das ist ja irgendwie ein anderes Verhältnis.

00:13:16: Die sieht man eigentlich wenn man eingestellt wird oder wenn es richtig ärgert.

00:13:19: Wenn's schlecht läuft!

00:13:19: So... Und das war wirklich eine Zeit, an der ich sehr gewachsen bin.

00:13:24: Ist auch mit Grund warum ich mich dann nochmal für den Masterstudium Sozialmanagement entschieden habe und ich habe da viel viel gelernt.

00:13:31: Ich kam vorher aus Digitalisierung, Organisationsentwicklung, Projektmanagement, hab viel mit IT lang gearbeitet.

00:13:37: Da ist manches vielleicht auch anders straight und getaktet.

00:13:42: Das ist ein anderes Arbeiten im Jugendamt und ich bin sehr froh bis heute sehr verbunden auf diesem Fachbereich Ja, durfte da deutlich über mich hinauswachsen und auch mit den KollegInnen sehr zusammen wachsen was mich sehr gefreut hat.

00:13:56: Ab wo wachsen?

00:13:57: Wir gucken mal einen Blick in die Zukunft.

00:13:59: welche konkrete mutige Entscheidungen müsste denn in den kommenden Jahren im Heidekreis getroffen werden?

00:14:05: Ich glaube überhaupt transparent zu sein.

00:14:08: Also aus meiner Erfahrung sind wir nicht transparent genug mit dem was an Herausforderung vor uns steht.

00:14:13: Manchmal scheuen wir uns zu benennen Welche Problemlagen schon bekannt sind oder sichtbar bekannt werden, also auf uns zu steuern.

00:14:24: Und ich bin überzeugt dass wir da besser werden müssen die Leute mitzunehmen und uns zu trauen auch über das zu sprechen was einfach nicht einfach wird denn es ist so oder so da.

00:14:37: Also wir kennen das zum Beispiel schon aus der Kitaplatzsituation.

00:14:40: Es ist bekannt, dass man nicht immer den Kitaplatz am Wunschort erhält.

00:14:44: es ist bekannt dass es Kinder gibt die keinen Kitaplatz bekommen haben und trotzdem war das dann nochmal so ein Schritt über einen Dashboard übers Bildungsdashboard auch darzustellen wo haben wir eigentlich welche Kitaplätze und wo fehlen welche Plätze?

00:14:57: aber die subjektiv empfundene Realität Die ist ja eh da, also ich bekomme einen Platz oder ich bekomm kein Platz.

00:15:03: Die ist nicht auf einmal wahrer oder unwahrer weil die Verwaltung ehrlich darüber redet und ich glaube so dürfen wir wirklich auch über andere Themen sprechen wie gesagt Sozialstrukturdaten.

00:15:13: genauso gilt das rund um den Wohnungsbau oder um demografische Entwicklungen.

00:15:19: dann müssen wir auch drüber sprechen mututgut

00:15:25: Wenn wir mal von einer potenziellen Amtszeit ausgehen, was wäre denn am Ende dieser Amtszeiten?

00:15:31: Was würden Sie sagen in acht Jahren?

00:15:33: wie soll der Heidekreis dann sein.

00:15:34: Was hat man vielleicht erreicht und was wurde vielleicht nicht erreicht?

00:15:37: Wie ist die Stimmung?

00:15:38: Die Stimmung ist natürlich gut!

00:15:41: Und wir haben starke Partnerschaften zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung als auch Wirtschaft geknüpft.

00:15:48: Wir haben vielleicht erste Impulse gesetzt für Corporate Social Responsibility, also auch wirklich sozial verantwortung gemeinsam getragen gelebt.

00:15:58: es ist selbstverständlich aus der Verwaltungen heraus auch zum Telefon zu greifen uns zu sagen Mensch hier sitzt jemand vor mir.

00:16:04: ich könnte mir vorstellen das wäre doch cool mal bei dir im Sportverein oder so könnt ihr da mal mitmachen, ich glaube hier fehlt ein bisschen Anschluss.

00:16:10: Also wir würden anders kooperativ in Netzwerkstrukturen denken um den Menschen zu begegnen.

00:16:16: Wir hätten eine Wirtschaft die floriert weil wir junge Leute hier halten Weil wir einfach an Lebensqualität gewonnen haben und gerne hier sind womit wir auch einen Signal setzen und eine Wirkung entfalten gegen die aktuell prognostizierte demografische Entwicklung.

00:16:35: Und wir haben mehr intergenerative Angebote.

00:16:38: Das klingt sehr nach was zum draufrollen!

00:16:40: Ich hoffe doch!

00:16:41: Vielen lieben Dank für die Perspektive oder potenzielle Perspektiven, damit sind wir auch schon am Ende unserer Podcastfolge angelangt und ich bedanke mich für die Zeit und das Interview.

00:16:49: Danke Frau Heuer.

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