Björn Gehrs im Interview
Shownotes
Björn Gehrs will in der Samtgemeinde Schwarmstedt Bürgermeister bleiben. Im Interview mit WZ-Redakteurin Johanna Scheele erzählt er mehr zu seinen Beweggründen.
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00:00:03: Am dreizehnten September finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt.
00:00:07: Auch um Heidekreis wird gewählt, es geht um das Landratsamt und um das Bürgermeisteramt in den Städten Walz-Rode und Bad Falling-Bostel sowie in den samtgemeinden Schwarmstädte Alen & Rethem.
00:00:17: Die Walz Roder Zeitung hat dazu alle dreizehn Kandidatinnen und Kandidaten zum Interview eingeladen.
00:00:22: In dieser Folge zu Gast Björn Gehrs, Kandidate der SPD in der Samtgemeinde Schwarmsted im Gespräch mit WZ-Redakteurin Johanna Scheele.
00:00:33: Ja, herzlich willkommen Herr Gehrs.
00:00:34: Schön dass Sie heute hier sind und sich mal in
00:00:36: Fragen stellen.
00:00:37: Vielen Dank für die Einladung!
00:00:39: Sehr gut es gibt ja vielleicht die eine oder andere Person da draußen, die sie noch gar nicht kennt.
00:00:44: deshalb haben sie jetzt forty-fünf Sekunden Zeit um sich einmal vorzustellen.
00:00:48: Mein Name ist Björn Gehrst.
00:00:49: ich bin achtundfünfzig Jahre alt.
00:00:51: Ich bin schon seit fünfunddreißig Jahren in der Kommunalpolitik und kommunaler Verwaltung Und seit fünfzehn Jahren In meinem Traumjob, hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister in Schwarmstedt.
00:01:04: Das macht mir total viel Spaß!
00:01:06: Ich arbeite eigentlich im Jahr die Jahre vor, ich wollte das auch schon immer werden und deswegen habe ich auch ein Studium als Diplomverwaltungswirt abgeschlossen.
00:01:18: Und ja, keine Land- und Leute und das Rathaus natürlich.
00:01:23: Sehr gut.
00:01:24: Just in Time, ich glaube Sie hätten sogar noch ein paar Sekunden gehabt!
00:01:26: Okay...
00:01:27: Sehr gut!
00:01:28: Ich starte dann nochmal mit drei Entweder-Oder-Fragen, die Sie jetzt quasi noch nicht beantwortet haben.
00:01:35: Kaffee oder Tee?
00:01:37: Auf jeden Fall Kaffees und damit starte ich auch meinen Morgen.
00:01:40: Und Aller oder Leine?
00:01:43: Ich habe es einfach, sie fließt ja bei uns zusammen.
00:01:45: also für mich heißt das Aller und Leine aber natürlich, ich wohne im Buchholz ist die Aller für mich erst mal ein Stück weit näher
00:01:53: Gut.
00:01:53: Und Rathaus oder Ortstermine?
00:01:56: Beides tatsächlich!
00:01:59: Rathäus, ja aber Ortstermine sind unerlässlich um nicht am grünen Tisch zu entscheiden.
00:02:05: Dann habe ich noch vier Satzanfänge für Sie und ich fange an und sie dürfen dann vervollständigen ein guter Bürgermeister muss vor allem
00:02:16: auf den Menschen zugehen können er muss zuhören können Und er muss abwägen können und auch Leute mitnehmen können.
00:02:23: Und dann versuchen zu einer gemeinsamen Tragfähigenlösung zu kommen.
00:02:28: Schwarmstadt
00:02:29: wird unterschätzt, wenn es um...
00:02:32: Schwarmstedt wird unterscherzt, was wir alles vor Ort haben.
00:02:36: Denn wir haben eigentlich viel mehr als man das vermuten könnte bei einer Dreizeinhalb Tausend Einwohner Kommune.
00:02:42: Wir haben ein Gymnasium vor Ort.
00:02:44: Wir haben viele Einkaufsmöglichkeiten Wir haben einen enormen Zuzug und wir sind unheimlich attraktiv auch für die Umgebung.
00:02:54: Eine Entscheidung braucht Mut, wenn
00:02:56: sie weitreichende Auswirkungen hat und auch Folgen für Menschen hat.
00:03:00: und dann muss man wirklich sehr klar überlegen und denken bevor man eine solche Entscheidung trifft.
00:03:05: Bei welcher Entscheidung brauchen Sie zuletzt Mut?
00:03:10: Wir brauchen immer dann Mut, wann wir in Vorleistung treten und das haben wir in der Vergangenheit auch gemacht zum Beispiel große Gewerbeflächen angekauft haben wie ein Buchholz.
00:03:21: Aber es hat sich immer gelohnt, weil wir nachher auch den Ertrag bekommen
00:03:24: haben.".
00:03:25: Die Menschen in der Sammgemeinde wissen über mich noch nicht das?
00:03:28: Ich erst im letzten Jahr geheiratet habe und unheimlich glücklich
00:03:31: bin.
00:03:32: Sehr schön!
00:03:33: Herzlichen Glückwunsch!
00:03:34: Danke!
00:03:36: Dann kommen wir jetzt nochmal zu Ihnen selbst.
00:03:39: ganz grundsätzlich erstmal... Warum kandidieren Sie denn überhaupt noch ein Drittes
00:03:42: Mal?!
00:03:44: weil mir das Amt unheimlich viel Spaß macht und weil es mir wichtig ist, Dinge zu bewegen.
00:03:49: Das ist nicht irgendein Amt!
00:03:51: Das ist ein Amt was ich in meiner Heimat aus übe und möchte einfach diese Amtgemeinde voranbringen.
00:03:58: Und das möchte ich gemeinsam mit den Ratsmitgliedern tun und deswegen war's für mich ohne Zweifel dass ich nochmal kandidiere.
00:04:07: Was war die schwierigste Phase in Ihren bisherigen zwei Amtszeiten?
00:04:12: Also gab verschiedene schwierige Phasen.
00:04:15: Es gab zum Beispiel die Corona-Krise, wo von einem Tag auf dem anderen alles anders war.
00:04:21: Ich habe daraus auf jeden Fall gelernt dass es wichtig ist Strukturen vor Ort zu haben und das es Netzwerk braucht, dass man die Menschen kennen muss und dann auch Probleme lösen kann.
00:04:33: Ihre Rolle als Verwaltungschef sehen Sie sich eher als Antreiber, Moderator oder Entscheider?
00:04:39: Also entscheiden müssen sie ja als Verweitungchef – das ist ganz klar!
00:04:43: Aber ich habe einen kooperativen Führungsstil.
00:04:45: Das heißt, ich setze auf Mitarbeit und eigentlich Ideen.
00:04:49: Und wenn jemand eine bessere Idee hat und überzeugend kann dann soll er es tun.
00:04:53: Am Ende braucht man auch in den Reden ohnehin gemeinsame Entscheidungen aber das haben wir zum Beispiel jetzt trotz der schwierigen Haushaltslage überall einstimmig hinbekommen.
00:05:04: Fünfzehn Jahre sind Sie inzwischen im Amt?
00:05:06: Wenn sie wieder gewählt werden... Wären Sie, wenn ich jetzt niemanden übersehen habe der dienstälteste amtierende Hauptamtliche Bürgermeister im Heidelkreis.
00:05:14: Ist Ihnen das bewusst und was macht diese lange Zeit mit
00:05:17: Ihnen
00:05:18: und dem Blick auf das Amt?
00:05:20: Das ist mir sehr wohl bewusst.
00:05:23: Es macht mich ein Stück weit demütig dass man so lange in Verantwortung steht aber es macht einen auch erfahren sage ich mal und hilft dann auch Dinge wirklich abzuwägen und auch zu entscheiden.
00:05:39: Und ich sehe das auf jeden Fall als Vorteil, weil auch Kompetenz durch die lange Dienstzeit einfach auch
00:05:47: wächst.".
00:05:48: Was kann denn diese Erfahrung leisten?
00:05:50: Und wo müssen sie sich vielleicht auch selbst davor schützen nicht betriebsblind zu
00:05:53: werden?".
00:05:56: Ich denke, die Erfahrung ist erstmal wichtig um Wichtiges von Unwichtiges zu unterscheiden wirklich dazu beitragen, dass man Folgen von Entscheidungen und auch Entwicklung besser abschätzen kann.
00:06:09: Dass man sich eben nicht neu einarbeiten muss.
00:06:13: Und natürlich besteht immer die Gefahr Betriebsblind zu werden.
00:06:16: aber deswegen gucke ich mir unheimlich viel an.
00:06:18: wir sind ja in manchen Bereichen auch Vorreiter zum Beispiel bei der Digitalisierung Lassphase usw.
00:06:25: Das sind Dinge wo ich dann eben auch im Land geguckt habe.
00:06:29: was gibt es da?
00:06:30: wie macht man das?
00:06:32: Ich erlebe den Schwarmstädter Wahlkampf aktuell als sehr entspannt und ruhig, auch seitdem ihr Kontrahent Wilfried von Bostel sich in Stellung gebracht hat.
00:06:41: Habe ich da einen falschen Eindruck?
00:06:43: Ich bin jemand der nicht auf Wahlen hinarbeitet.
00:06:47: Ich arbeite kontinuierlich an meinen Themen.
00:06:49: Das mache ich seit meiner Schulzeit.
00:06:51: Es gibt ein paar Steckenpferde wie zum Beispiel die Bahn oder Radwege.
00:06:55: Und da bearbeitete ich Themen auch mal dreißig Jahre und nicht von Wahl zu Wahl.
00:07:01: Ich mache auch nicht mehr oder weniger, weil jetzt eine Kommunalwahl ansteht.
00:07:05: Sondern ich arbeite immer und bin immer verlässlich für die Menschen
00:07:08: da.".
00:07:09: Was ist denn aus Ihrer Sicht der wichtigste Unterschied zwischen Ihnen und Wilfried von Bostell?
00:07:15: Also ich finde es erst mal schlecht wenn in der großen Politik über Mitbewerber hergezogen wird.
00:07:20: das werde ich nicht tun.
00:07:22: Ich sehe allerdings als wesentlichen Unterschied dass sich eine Verweidesqualifikation habe nachgewiesen habe, und eben entsprechende Erfahrungen, Kompetenzen mitbringen
00:07:33: kann.
00:07:34: Okay!
00:07:35: Und verschwenden Sie einen Gedanken daran, dass Ihre Wiederweil nicht gelingen könnte?
00:07:39: Wenn man sich zur Wahl stellt muss man das ins Kalkül ziehen... ...und darüber entscheidet der Wähler.
00:07:46: Kommen wir nun von Ihnen zu den Samtgemeindeangelegenheiten.
00:07:50: Ok.
00:07:51: Wenn ich ihn jetzt hier aus der Tasche eine Million Euro ziehen würde….
00:07:56: Was würden sie damit für die Samtbemeinde machen?
00:07:58: Wo würden Sie es ausgeben?
00:08:00: Also Darüber entscheidet natürlich der Rat.
00:08:03: Das ist mal ganz klar, um nicht alleine eine samtgemeine Bürgermeister.
00:08:06: Jetzt dürfen
00:08:07: Sie entscheiden!
00:08:11: Ich würde auf jeden Fall einen Teil in die Mode in sich und das Rathausen stecken weil dieses Gebäude ist abgängig und man muss daran... Man kann es einfach nicht länger schieben.
00:08:22: Mir wünschen wir hätten ein Bürgerbruch was auch mehr Wartepereiche hätte.
00:08:27: größer wäre dass auch so mal vorbeikommen kann, dass es jetzt alles sehr beengt und ich glaube das ist klug in Infrastruktur zu investieren.
00:08:36: Zu einem spontanen Geldsegen würde wahrscheinlich der neue Rat dann nicht nein sagen.
00:08:40: wie kann es denn überhaupt gelingen wieder mehr finanzielle Spielräume zu schaffen?
00:08:46: Also wir haben nicht alles in der Hand und sie sehen ja die Debatte auf Landesebene, dass die Kommunen generell strukturell unterfinanziert sind.
00:08:54: Aber was wir auf jeden Fall machen sollten und müssen, sind mehr Gewerbegebiete auszuweisen.
00:08:59: Und insbesondere auch in der Mitgliedsgemeinde Schwarm steht um dann auch die Steuernahmen auf breitere Füße zu stellen.
00:09:07: Einige Mitgliedschemeinden wie Buchholz sind da auch sehr erfolgreich und ich denke dass es eben an der Zeit ist nicht nur auf Wohnen zu gehen sondern auch auf Gewerben.
00:09:18: Wenn die Samtgemeine Schwarmstadt ein Schulzeugnis bekommen würde, in welchem Fach hätte sie eine eins und wo gibt es Nachhilfebedarf?
00:09:25: Also sie schneidet sicherlich sehr gut ab.
00:09:28: In den Angeboten vor Ort Schule ganz nach Schule da sind ganz viele auch neidisch dass wir das schon unter Grundschulzeit langer Zeit haben.
00:09:34: bei der Kitaversorgung haben wir sehr viel gemacht und natürlich bei der Digitalisierung.
00:09:40: Wir sind Vorreiter beim Blastphaseausbau.
00:09:43: Das sind sicherlich einige Punkte, wo die Samtgemeinde sehr gut abschneidet.
00:09:49: Nachholbedarf sehe ich persönlich in der Mobilität.
00:09:51: Es ist unheimlich schwierig von den Dörfern zum Beispiel nach Schwarmstadt zu kommen.
00:09:55: Wir haben eine Bürgerbusverein aber mir schwebt so ein Angebot wie der Sprinty vor Assa-Wedemarck, wo man bedarfsgerecht dann eben das nutzen kann.
00:10:06: Aber das ist natürlich auch eine Finanzierungsfrage und im Moment noch nicht finanzierbar.
00:10:13: Das Thema kommen wir sicherlich auch noch mal.
00:10:16: Die Samtgemeinde Schwarmstädt ist nunmal auch verkehrsgünstig gelegen und immer beliebter, es werden zwar immer noch große Baugebiete ausgewiesen werden auf die Vermarktung etwas langsamer angegangen werden soll aber Schwarmstedt hat mittlerweile mehr Einwohner als die Kreisstadt Bad Falling-Bostel.
00:10:32: Wie viel Wachstum verträgt die Samt gemeinde denn noch?
00:10:35: Also ich bin mir sicher dass die Sammgemeinde deutlich langsame wachsen wird und muss als sie das in der Vergangenheit getan hat weil wir einfach auch enorme Aufwendungen in Infrastrukturen haben.
00:10:48: Wir haben im Moment auskömmliche Kitapläste und Schulen, Kita wird jetzt noch ein Lidwiedel, noch eine Neue Waldkindergarten gebaut.
00:10:55: aber das muss alles auch finanziert werden und ist auch ein Grund warum in Schwarmstädt so hohe Steuersätze sind, weil man eben ja, weil mal eben auch den laufenden Betrieb von Kindertagesstätten dann bezahlen muss.
00:11:10: Ich denke es tut der Samtgemeinde ganz gut, nicht mehr in dem Tempo zu wachsen.
00:11:13: Im Übrigen sind die Baugebiete auch beschränkt weil wir kommen stoßen auch biografisch zum Teil an Grenzen dass wir gar nicht mehr Flächen im einzelnen Gemeinden ausweisen können.
00:11:24: Wie kann das denn dabei gelingen den Charakter der Dörfer zu bewahren und vielleicht auch neue Mitbürger oder Mitbürgerin in das Dorf legen zu integrieren?
00:11:33: Also das klappt mal sehr gut und mal nicht so gut.
00:11:35: ich denke Es hängt sehr vom Tempo ab, wie schnell ich wachse.
00:11:40: Und dann ist es einfach so dass in einzelnen Dörfern auch die Vereine und die Dorfgemeinde Optimation zugehen.
00:11:48: Da gibt's schon einige, die dann mitmachen aber das ist leider nicht überall der Fall.
00:11:54: Wenn wir davon sprechen, dass die Samtgemeinde des Schwarmstädts wächst, geht es natürlich um Gewerbe.
00:11:59: Wie sehen Sie aktuell die Entwicklung?
00:12:02: Also ich bin erstmal sehr froh, dass wir jetzt das Gewerbegebiet im Burus in der Dachungfach haben.
00:12:06: Das Lindwild auf dem Weg ist.
00:12:08: aber wie gesagt ich sehe eine dringende Notwendigkeit auch ins Schwarm steht Gewerben zu schaffen und dort zum Flächen neben der Bundesstraße auch fest schon geplant Und ich hoffe, dass wird da sehr schnell mit den Bebauungsplänen vorankommen damit Arbeitsplätze fort entstehen und vor allem auch Wertschöpfung.
00:12:32: Noch mal zurück zum Thema Wohnen und Leben.
00:12:34: Die Projekte für das Seniorenwohn in Linwedel, auch das Wohnquartier Esslerstraße Ost- und Schwarmstadt sind in den vergangenen Jahren gescheitert weil Investoren abgesprungen sind.
00:12:43: Sehen Sie noch Chancen diese Ideen wieder zu realisieren?
00:12:46: Ich sehe auf jeden Fall eine dringende Bewendigkeit dass es solche Angebote gibt und es ist eben sehr schade als die Baupreise so in die Höhe gegangen sind dass Investoren abgesprungen.
00:12:59: Aber aufgegeben haben wir es nicht, das will ich noch mal klar sagen.
00:13:01: Wir haben die Flächen auch weiter reserviert und es hängt jetzt wirklich sehr stark von der weiteren Entwicklung ab ob es Förderprogramme gibt, ob die Baupreise vielleicht auch mal nicht mehr so stark steigen dass es eben privatwirtschaftlich auch möglich ist etwas zu errichten.
00:13:18: Die Kommune wird es nicht betreiben können.
00:13:21: Das Rathaus war eben schon einmal Thema.
00:13:23: Es wurde immer wieder diskutiert, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.
00:13:26: Zuletzt ist ein bisschen ruhig geworden.
00:13:28: Neubau, Sanierung oder auch Umbau?
00:13:30: Was halten Sie denn für die beste Lösung?
00:13:33: Es muss auf jeden Fall eine Lösung sein, die finanziell zu stemmen ist aber auch eine nachhaltige Lösung sein.
00:13:39: Ich sehe weiterhin den Standort wo das Rathäus jetzt steht in Schwarmstadt als im besten Standort.
00:13:44: ich kenne auch keine Fläche wo das Radhaus sonst hin sollte.
00:13:50: Es ist einfach notwendig, dass man dort dieses Projekt endlich angeht und wir haben zum Beispiel Möglichkeiten auch hinter dem Rathaus und Richtung Kirche dann etwas zu errichten.
00:14:04: Und das sollte der neue Rat wirklich als erstes in Angriff nehmen.
00:14:09: Gibt es da noch weitere Punkte die jetzt dringlich zum Abschluss gebracht werden sollten wenn ein neuer Rat
00:14:15: breit
00:14:15: steht?
00:14:17: Also das Gute ist, dass wir in den vergangenen Jahren wirklich auch viel in Infrastruktur investiert haben.
00:14:22: Wir haben viele neue Kitas und wir haben neue Dorfgemeinschaftshäuser.
00:14:26: Wir werden bei den Feuerwehrbauten sicherlich weiter vorangehen müssen.
00:14:30: Woten als auf dem Weg danach muss Lindwell kommen?
00:14:33: allein schon weil es neue Fahrzeuge geben wird die schlicht und einfach in das alte Gebäude nicht mehr reinpassen.
00:14:40: Man wird sehen, ob wir mit den Schulbauten so zurechtkommen weil wir dort auch immer neue Bedarfe haben.
00:14:46: Also es wird uns auf jeden Fall nicht langweilig, da bin ich ganz sicher.
00:14:50: Meinungsverschiedenheiten gehören ja nun auch zum Politikbetrieb.
00:14:53: davon gab es zwischen Ihnen und dem Samtgemeinderat auch einig.
00:14:56: in dieser Legislaturperiode Auch aus den Reihen Ihrer Partei genossen also der SPD gab es immer mal wieder harsche Worte Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit?
00:15:07: Ich bewerte Die Zusammenarbeit im Grunde genommen gut und da sehen Sie auch an den einstimmenden Beschlüssen, die wir eigentlich erreicht haben.
00:15:14: Aber was gibt natürlich immer mal wieder Punkte wo man dann auch aneinander gerät?
00:15:19: Und wenn man einen Standpunkt hat, sollte man ihn auch vertreten.
00:15:23: das tue ich auch.
00:15:24: mit Kritik kann nicht gut umgehen.
00:15:27: Es gibt auch Stimmen Wenn wir bei der Kritik bleiben die sagen Themen die ihnen wichtig sind landen schneller in den Ratssitzungen.
00:15:34: Anliegen einzelner Fraktion warten dagegen länger.
00:15:36: Was ergegnet sie darauf?
00:15:38: Jede Fraktion hat die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen und nach dem Sachstand zu fragen.
00:15:43: Ich priorisiere die Anträge, die reinkommen nicht sondern gebe sie eins-zu-eins in den Geschäftsgang zur Bearbeitung des Rathaus und sage nicht es soll irgendwas warten oder wird hinten angestellt.
00:15:56: aber die Ratsbedieder müssen auch wissen dass wir Kapazitätsgrenzen haben und das nicht alles von heute auf morgen erledigt werden kann.
00:16:05: Sie haben ja nun eben auch den Einblick Das Rathaus geschehen als aktueller Chef.
00:16:10: Wie ist denn die Lage dort aktuell?
00:16:12: Stichwort Fachkräftemangel.
00:16:14: Also wir haben wirklich gute Leute gefunden, wir haben Stellen besetzen können und ich habe auch den einen, dass die Menschen gerne bei uns arbeiten.
00:16:23: es hat sich ein Stück weit auch gedreht für einige Stellen das wir ja wirklich Bewerbungen bekommen haben zum Beispiel im technischen Bereich wo wir in den vergangenen Jahren auch schon mal mehrere Ausschreiben gemacht haben gar keinen bekommen haben.
00:16:36: Aber Menschen jetzt auch wieder erkennen, hier gibt es einmal einen Arbeitsplatz vor Ort und es gibt auch eine gewisse Sicherheit im öffentlichen Dienst.
00:16:43: Und wenn sie sich oder wenn man sich anguckt wie die weltpolitische Lage ist, wie Unternehmen ja in Schwierigkeiten kommen dann wird die samtgemein geschwarmter als Arbeitgeber zunehmend attraktiver.
00:16:55: Okay das ist ja schön zu hören!
00:16:58: Jetzt wagen wir nochmal Ende den Blick in die Glaskugel und acht Jahre in die Zukunft.
00:17:04: Welche Struktur wird die Samtgemeinde Schwarmstadt haben?
00:17:07: Stichwort Fusion.
00:17:11: Über die Struktur der Samtgemeinden scheiden nicht die Samtsgemeinden, sondern die Militz-Gemeinden.
00:17:16: Die haben sich jetzt erst im Juli getroffen und wir haben vereinbart gemeinsam dass wir eben Themenbezogen kooperieren und ich denke schon das die Samptgemeinde auch Themen bezogen in verschiedenen Bereichen kooperiert werden.
00:17:31: Das machen wir im Übrigen jetzt ja auch schon, indem wir zum Beispiel die Kindertagesstätten ausgedliedert haben.
00:17:36: Weil es dort eben Betreiber gibt, die viel spezialisierter sind als wir und ich finde man darf den Blick auch nicht verengen auf Alden-und Rethem sondern wie er sagen gemeine Schwarm steht.
00:17:48: Wir haben eigentlich viel mehr Berührungspunkte in Richtung Hannover Und man muss eben auch ausloten wer Gechancen ist.
00:17:55: Auch in diesem Bereich gibt und Ich denke dass es Kooperation geben wird.
00:18:00: Aber so ein Prozess einer Fusion, einer Samtgemeinde wird sicherlich nicht von heute auf morgen und sicherlich auch nicht gegen den Mitgliedsgemeinden erfolgen.
00:18:09: Reden wir denn in acht Jahren überhaupt noch über das Thema Fusion?
00:18:16: Das kann ich natürlich noch nicht sagen.
00:18:19: Es hängt eben sehr davon ab ob es wirklich Vorteile gibt.
00:18:22: Und ich will eins auch nochmal sagen Wir Samt-Gemeinde haben eine zum Teil komplett andere Struktur als die benachbarten Samt Gemeinden von dort zum Beispiel aus Aden als Schwarmstädter Modell bezeichnet, weil wir haben bereits eine Verwaltung.
00:18:36: die ist zentralisiert der samtgemeine Bürgermeister ist Gemeindedirektor und einem Mitgliedsgemeinden.
00:18:42: Sie bekommen von uns die Dienstleistung aus einer Hand.
00:18:45: Idealerweise merkt es der Bürger gar nicht ob die Samtgemeinde oder die Mitgliedergemeinde zuständig sind.
00:18:50: Wir haben einen Bauhofen müssen den ich erst aufbauen wie in Aden Und wir haben auch ein Ganztagsangebot, was es woanders nicht gibt.
00:19:00: Wir müssen eben gucken, passt das alles zusammen und wer muss nachher welche Anteile tragen?
00:19:07: Weil da geht es dann auch darum, wer bezahlt ist am Ende.
00:19:10: Und wir sind beim Tourismusverband gesehen, dass dort die Bereitschaft sich einzubringen in eins oder anderen Samtgemeinden nicht besonders groß war.
00:19:21: Von daher gibt es da viele Player in dieser Frage
00:19:26: Das Schwarmstädtermodell.
00:19:27: ist das eigentlich so etwas wie eine Einheitsgemeinde Leid?
00:19:30: Ja, so könnte man es eigentlich bezeichnen.
00:19:34: Es ist eigentlich eine Kombination der Vorteile würde ich mal so sehen weil die Samtgemeine hat einfach den Vorteil dass wir durch die Mitgliedsgemeinden unheimlich nach vor Ort sind.
00:19:46: bestimmte Diskussionen wie Gewerbeansiedlungen oder so werden vor Ort entschieden und auch geführt.
00:19:53: Das ist mir auch wichtig beim Thema Transparenz.
00:19:55: Sie finden bei uns alles auf der Homepage, ich habe im letzten Jahr sechsundzwanzig Bürgerfragenstunden allein durchgeführt und wenn es ein großes Projekt gibt dann machen wir sofort eine Einwohnerversammlung rufen alle zusammen Wir streiten das in der Sache.
00:20:09: aber am Ende sagt jeder, wir haben immer sauber und fachlich richtig informiert Und natürlich kann man nachher die Sachen unterschiedlich bewerten.
00:20:19: Aber Transparentse und Offenheit Markenzeichen dieser Samtgemeinde.
00:20:24: Okay, dann noch zwei Themen die Ihnen am Herzen liegen auf diese, die jetzt aber nicht direkt Einfluss
00:20:30: haben.
00:20:32: zurück zur Glaskugel und acht Jahre später wird es einen Radweg an der Landesstraße zwischen Essel- und Lindwedel geben?
00:20:38: Das scheint ein Jahrhundertprojekt zu sein.
00:20:42: Ich fordere vom Niedersachsen dass es seine Zusagen einhält.
00:20:45: man kann das jetzt auch nicht wieder unter Finanzierungsvorbehalt stellen Und das Land und die Straßenbauverwaltung war so weit, dass sie mit den Grundeigentümern die Pläne vorgestellt hat wo dieser Radweg langgeht.
00:20:58: Wir wollen einfach auch nicht mehr länger warten und wenn dieser Radwerk diese hohe Priorität hat dann erwarte ich, dass das Land es auch umsetzt und ich werde auch nicht locker lassen bis der Radweg gebaut
00:21:07: ist.
00:21:08: Wie wird das denn gefeiert wenn es ihm geben sollte?
00:21:11: Auf
00:21:11: jeden Fall!
00:21:12: Ich habe mir einen E-Rad gekauft Und auf jeden Fall mit einer Radtour.
00:21:17: Okay, schauen wir mal wann es soweit ist!
00:21:20: Ja
00:21:21: und als bekennender Bahnfahrer wie stehen denn die Chancen auf einen zweigleisigen Ausbau unserer Strecke hier vor Ort?
00:21:28: Also ich glaube dass die Chansen da sind aber nicht durchgängig Aber zumindest partiell.
00:21:35: Wir haben ja angerichtet und der Heidekreis hat es nachher durchgeführt das es eine Studie gibt Die das eben auch nochmal untersucht und untermauert.
00:21:44: Und neben dem teilweise zweideleisigen Ausbau braucht es dann auch dreißig Minuten Takt, zumindest in Spitzenzeiten.
00:21:52: Weil wir stehen auch immer in Konkurrenz mit Benemühlen und der S-Bahn.
00:21:56: Ich möchte einfach dass die Leute verlässlich ab Schwarmstunde und Lindwedel fahren können nicht woanders erst hinfahren müssen.
00:22:02: Das ist hier die Bahn als Verkehrsmittel der Zukunft.
00:22:06: Die Bahn wäre vielleicht froh, wenn ich nicht mehr Bürgermeister bin.
00:22:09: Weil sie dann nicht immer nerven würde und nicht immer einladen würde.
00:22:13: aber das ist eben auch fast die einzige Chance dem Verantwortlichen mal auf den Zahn zu führen und ja Veränderungen auch zumindest einzuleiten Und es ist wirklich eine Herzensangelegenheit von mir.
00:22:28: Gut kommen wir zur letzten Frage wenn sie im September wieder gewählt werden und wir in acht Jahren wieder zusammensitzen.
00:22:35: Woran sollen Bürgerinnen und Bürger merken, dass ihre dritte Amtszeit erfolgreich war?
00:22:40: Sie sollen es persönlich merken weil alles das was wir machen hat unmittelbare Auswirkungen.
00:22:48: Wenn wir Kita-Plätze bauen und wirklich auch keine Wartelisten haben und sie kriegen Platz dann hat das eine Auswirkung auf die Familie!
00:22:56: Wenn wir bei dem Thema Bahn erfolgreich sind verlässlich in fünf zwanzig Minuten von Lindwild oder an dreißig Minuten Schwarmstück dorthin, dann hat das direkte Auswirkungen.
00:23:06: Und wenn wir zum Beispiel die Digitalisierung vorantreiben und ich muss gar nicht mehr ans Rathaus gehen sondern kann online die Dinge auch erledigen, Dann hat das unmittelbare Auswirkung und ich hoffe – und dafür trete ich ja auch an – dass man möglichst viel merkt, dass wer wirklich engagiert für diese samtgemeinde Arbeit.
00:23:29: Vielen Dank!
00:23:30: Auf Ihre Zeit,
00:23:31: dass Sie
00:23:31: zu uns gekommen sind.
00:23:33: Immer wieder gerne!
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